Zum Beteiligungsprozess
Der Prozess gliedert sich in drei voneinander getrennte, aber aufeinander aufbauende Phasen.
Phase 1: Die Vorbereitung
Im Vorfeld des Zukunftsforums werden Erfahrungen, Einschätzungen und Ideen zur Zukunft des ORF aus den Bereichen Medien, Wissenschaft, Kultur, Sport und Zivilgesellschaft im Rahmen einer Online-Konsultation erhoben. Wie kann der ORF auch künftig unabhängig, glaubwürdig und relevant bleiben? Welche Erwartungen haben die Menschen an ihn? Und wie kann er bürgernäher, transparenter und zukunftsfit weiterentwickelt werden?
Insgesamt werden knapp 400 Institutionen und Personen eingeladen, ihre Perspektiven zum ORF in dieser Konsultation einzubringen.
Ziel dieses Prozesses ist es, Reformideen und mögliche Lösungsansätze für die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und des österreichischen Mediensystems sichtbar zu machen.
Die fachlichen Anregungen sowie allgemeinen Einschätzungen und Beobachtungen werden anonymisiert ausgewertet, im Vorfeld des ORF-Zukunftsforums veröffentlicht und dienen als Diskussionsgrundlagen für das Zukunftsforum.
Ergänzend dazu finden im August 2026 vier Fokusgruppen mit Bürgerinnen und Bürgern aus unterschiedlichen Regionen Österreichs statt. Ein eigener Jugendworkshop mit Schülerinnen und Schülern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und jungen Medienschaffenden soll die Erwartungen junger Zielgruppen an den ORF und die Medienlandschaft der Zukunft zusammentragen.
Die Ergebnisse dieser Formate bilden eine zentrale Grundlage für die Diskussionen im Rahmen des Zukunftsforums.
Phase 2: Das Zukunftsforum
Am 10. und 11. September 2026 kommen rund 200 Teilnehmer:innen aus Politik, Medien, Wissenschaft, Kunst, Kultur, Sport, Kreativwirtschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung in Wien zusammen. Das Programm verbindet wissenschaftliche und internationale Perspektiven mit Dialog- und Arbeitsformaten. Internationale Expertinnen und Experten sowie Vertreter:innen öffentlich-rechtlicher Medien bringen Erfahrungen aus anderen Ländern ein und ordnen aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Medienpolitik, Plattformökonomie und Digitalisierung ein. Die Perspektive junger Menschen und von Bürgerinnen und Bürgern aus unterschiedlichen Regionen wird ebenso in die Debatte einfließen.
Im Mittelpunkt des zweitägigen Zukunftsforums stehen fünf thematische Arbeitsgruppen:
- Öffentlich-rechtlicher Auftrag und Programm: Welche Leistungen soll der ORF künftig für die Öffentlichkeit erbringen? Welche Rolle spielen Information, Kultur, Wissenschaft, Religion, Unterhaltung und Sport im digitalen Zeitalter?
- Jugend und Medienkompetenz: Wie nutzen junge Menschen Medien? Welche Erwartungen haben sie an öffentlich-rechtliche Angebote und wie kann Medienkompetenz gestärkt werden?
- Digitale Plattformen und Künstliche Intelligenz: Welche Auswirkungen haben Plattformen und KI auf Medien und Öffentlichkeit? Wie können öffentlich-rechtliche Inhalte sichtbar und relevant bleiben?
- Strukturen, Governance und Repräsentanz des Publikums: Wie können Transparenz, Unabhängigkeit und gesellschaftliche Verankerung des ORF weiterentwickelt werden?
- Kooperationen und Medienstandort Österreich: Welche Formen der Zusammenarbeit können zur Stärkung von Medienvielfalt, Innovation und Qualität beitragen?
Das endgültige Programm ist zeitnah hier abrufbar.
Phase 3: Aufbereitung der Ergebnisse und weitere Schritte
Die Ergebnisse des Zukunftsforums werden in einem kompakten Bericht zusammengeführt, der die Grundlage für die im Anschluss folgenden politischen Verhandlungen zur geplanten Gesamtreform des ORF bildet.