FAQ
Der Safe Sport Reformprozess lebt von unterschiedlichen Perspektiven und der aktiven Mitwirkung aller Beteiligten. Ziel ist es, gemeinsam Lösungen für einen sicheren, chancengerechten und respektvollen Sport zu entwickeln. Am Reformprozess beteiligen sich insbesondere:
Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, Sport Austria, 100% Sport, Sportverbände und Vereine, Bundesländer, Vertretungen von Athletinnen und Athleten, Wissenschaft und Fachleute, Kinder- und Jugendschutzorganisationen und Stakeholder aus Gesellschaft und Sport.
Durch den partizipativen Austausch im Rahmen der Sounding-Board-Treffen werden unterschiedliche Perspektiven sichtbar aufgezeigt und die Erarbeitung des österreichischen Safe Sport Kodex eingeleitet.
Der österreichische Safe Sport Kodex soll einen gemeinsamen Rahmen für Verantwortung und respektvolles Miteinander im österreichischen Sport schaffen. Er definiert gemeinsame Werte und gibt Orientierung für den Umgang mit Grenzverletzungen.
Nicht jede Grenzverletzung erreicht die Schwelle des Strafrechts. Sportorganisationen benötigen daher gemeinsame Standards für Prävention, Verantwortung, Schutz und einen chancengerechten Umgang mit Meldungen und Vorfällen.
Nein. Der Safe Sport Kodex ist weder ein reiner Verhaltens- oder Ehrenkodex noch ein Kinder- und Jugendschutzkonzept oder eine einzelne Handlungsrichtlinie. Er soll diese Instrumente ergänzen und in ein gemeinsames Safe Sport System einordnen.
Der genaue Geltungsbereich wird im Reformprozess erarbeitet. Dabei wird festgelegt, für welche Organisationen und Personen der Safe Sport Kodex gilt und in welchen sportbezogenen Situationen seine Bestimmungen anzuwenden sind.
Der Safe Sport Kodex soll festlegen, welche Formen von Gewalt als Verstöße gelten, welche Grenzverletzungen, welcher Machtmissbrauch und welche strukturelle, institutionelle und diskriminierungsbasierte Missstände. Dadurch sollen einheitliche Reaktionen ermöglicht werden.
Prävention ist Bestandteil des Safe Sport Reformprozesses. Im Reformprozess wird erarbeitet, welche Präventionsstandards künftig in Sportorganisationen gelten sollen.
Nein. Der Safe Sport Kodex ersetzt weder Polizei, Staatsanwaltschaft noch Gerichte. Er soll festlegen, wie sportinterne Maßnahmen und strafrechtliche Verfahren aufeinander abgestimmt werden und welche disziplinarrechtlichen Konsequenzen unabhängig davon erforderlich sein können.
Der Safe Sport Kodex wird in einem partizipativen Reformprozess entwickelt. Vertreter:innen aus Sportorganisationen, Vertretungen von Athletinnen und Athleten, Bundesländer, Wissenschaft, Kinder- und Jugendschutz und weitere gesellschaftliche Bereiche bringen ihre Perspektiven in die Sounding-Board-Treffen ein.
Der Safe Sport Kodex befindet sich in Ausarbeitung. Nach den Sounding-Board-Treffen folgen die Fertigstellung des Entwurfs, weitere Feedbackmöglichkeiten und die abschließenden Abstimmungen. Über die weiteren Umsetzungsschritte wird laufend auf dieser Website informiert.