‚Nie wieder‘: Erinnerung als Auftrag – Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust
Wirksame Antisemitismusbekämpfung ist ohne Geschichtsbildung und Erinnerungspolitik schwer möglich. Der Internationale Holocaust Gedenktag am 27. Jänner ist Mahnung und Verantwortung zugleich: Vor 81 Jahren befreiten Truppen der Roten Armee die letzten Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Im Jahr 2005 erklärten die Vereinten Nationen den Jahrestag dieses Ereignisses zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.
Vizekanzler Andreas Babler: "Gedenken heißt auch, nicht wegzuschauen. Es heißt, frühzeitig zu handeln, den Anfängen zu wehren und Hass, Gewalt und Menschenverachtung entschieden entgegenzutreten. Wir müssen alles dafür tun, dass sich Derartiges nie wieder ereignet. Dieses ‚Nie wieder‘ muss gelebte demokratische Praxis sein und jeden Tag mit Leben erfüllt werden. Dafür haben wir als Bundesregierung zu sorgen."
Strategie gegen Antisemitismus
Mit der Nationalen Strategie gegen Antisemitismus 2.0 (NAS 2.0) bekennt sich Österreich daher deutlich zur historischen und gesellschaftspolitischen Verantwortung. Sie bildet die Grundlage für entschlossenes Handeln gegen Antisemitismus, Ausgrenzung, Verfolgung und Diskriminierung in der Gegenwart.
Bildung, Erinnerungskultur und die Vermittlung demokratischer Werte sind wesentlicher Bestandteil der Strategie. Denn Gedenkorte, historisch-politische Bildung und wissenschaftliche Aufarbeitung bilden das Fundament, auf dem Prävention aufbaut.
Haus der Geschichte Österreich
Als Ort der Erinnerung, Bildung und wissenschaftlicher Auseinandersetzung, die vor allem der jungen Generationen einen vertiefenden Zugang ermöglicht, bietet das Haus der Geschichte künftig an seinem neuen Standort mit rund 3000m² Ausstellungs- und Vermittlungsfläche auch die Möglichkeit, sich intensiv dem düstersten Kapitel der österreichischen Zeitgeschichte zu widmen, der Shoah.
Der Altan der Neuen Burg sowie der Heldenplatz sind historisch stark aufgeladene und wesentliche Orte der österreichischen Geschichte und sollen in Zukunft Räume für demokratiepolitische Bildung werden.