Round Table zu Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige
Am 21.April 2026 fand ein erster Round Table zum Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige statt. Medienminister und Vizekanzler Andreas Babler, Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll und Bildungsminister Christoph Wiederkehr berieten gemeinsam mit Fachleuten und Vertreter:innen aus Bildung, Politik und Zivilgesellschaft über die legistische Ausgestaltung sowie die technische Umsetzung eines möglichen Verbots.
Bereits am 27. März 2026 hat die Bundesregierung einen umfassenden Maßnahmenkatalog zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet präsentiert. Kernstück ist die Einführung eines verpflichtenden Mindestalters von 14 Jahren für die Nutzung von Social-Media-Plattformen, die süchtigmachende Algorithmen einsetzen, die die Verweildauer erhöhen.
Ein entsprechender nationaler Gesetzesentwurf soll bis Ende Juni vorliegen. Damit treibt Österreich die europäische Debatte als Vorreiter zum Social Media-Verbot für Kinder und Jugendlichen voran. In der vergangenen Woche wurde das Thema auf Einladung des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron auch bei einer EU-Videokonferenz beraten. Von der Europäischen Union wird ein Baukasten zur Verfügung gestellt, mit dem die Mitgliedstaaten ihre jeweiligen Lösungen nationalstaatlich umsetzen können.
Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler:
"Die Mechanismen der digitalen Plattformen haben massive Auswirkungen auf unsere Kinder. Algorithmen, die nur ein einziges Ziel kennen – junge Menschen möglichst lange auf den Plattformen zu halten, um den Profit der Techkonzerne zu steigern. Damit machen wir jetzt Schluss. Wir schützen unsere Kinder und Jugendlichen – und das ist nicht verhandelbar."
Der Round Table soll bewusst eine breite Perspektive zu Legistik und Technik ermöglichen. Eingeladen wurden alle Parlamentsparteien, Bildungseinrichtungen wie Schulen und Universitäten, sowie gemeinnützige Vereine. Die im Austausch eingebrachten Inputs sollen in die weiteren Arbeiten einfließen.