Symposium "Medien und Demokratie" Wie stärken wir Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt im digitalen Zeitalter?
Am 13. April 2026 empfing Vizekanzler Andreas Babler Expert:innen aus Politik, Zivilgesellschaft, Justiz und Medien zum Symposium zu "Medien und Demokratie" im Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport.
Das Symposium widmete sich aktuellen Herausforderungen wie Desinformation und Plattformmacht versus Medienvielfalt und dem Schutz demokratischer Werte im digitalen Raum.
Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler: "Unsere Demokratie gerät vor dem Hintergrund multipler Krisen immer mehr unter Druck. Sorgen, Orientierungslosigkeit und Zukunftsängste bilden den Nährboden für antidemokratische Kräfte. Und genau hier nehmen freie und unabhängige Medien und die Zivilgesellschaft eine essenzielle Rolle ein."
In seiner Eröffnungsrede widmete sich Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler zunächst den aktuellen Herausforderungen, mit denen Demokratien weltweit konfrontiert sind, bevor er die fundamentale Bedeutung unabhängiger Medien und einer starken Zivilgesellschaft für die Aufrechterhaltung demokratischer Strukturen hervorhob.
Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler: "Unabhängige Medien und die Zivilgesellschaft gehören zu den ersten Bereichen, die von autoritären Kräften beschnitten werden. Denn sie kontrollieren die Mächtigen, sie decken Missstände auf und sie schaffen Räume für demokratische Debatten. Daher ist es zwingend erforderlich sie zu schützen und zu stärken."
Ein Highlight war die Keynote von Journalistin, Autorin und Digitalexpertin Ingrid Brodnig zum Thema "Wehrhafte Demokratie im digitalen Zeitalter".
Die Podiumsdiskussion mit Jörg Leichtfried, Staatssekretär für Staatsschutz im Bundesministerium für Inneres, Barbara Buchegger, pädagogische Leiterin von Safer Internet, Sebastian Öhner, Leiter der Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien und Lejla Visnjic, BJV-Vorsitzende stand ganz im Zeichen des Kinder- und Jugendschutzes im Internet und dem von der Bundesregierung beschlossenen Social-Media-Verbotes.
Staatssekretär Jörg Leichtfried: "Der digitale Raum ist längst nicht nur Ort von Information und Teilhabe, sondern auch ein Rekrutierungs-Hotspot für extremistische Gruppierungen, Resonanzraum für Hass und Angriffsfläche für Desinformation. Betroffene und Radikalisierungsopfer werden dabei immer jünger."
Expert:innen aus Politik, Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten im Anschluss in parallelen Sessions mit praxisnahen Schwerpunkten – etwa zu Ethik und Qualität im Journalismus, Online-Prävention gegen Radikalisierung, KI-Chatbots im Kinderzimmer, Medienkompetenz im Algorithmusdschungel, Hate Speech gegen Frauen und Demokratische Werte in der digitalen Öffentlichkeit – zentrale Fragen einer zukunftsorientierten Medienpolitik.