Hass im Netz Beratungsstelle ZARA - Vizekanzler Andreas Babler: Finanzierung gesichert
"ZARA bleibt", erklärte Vizekanzler Andreas Babler bei einer Pressekonferenz zusammen mit Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner am 22. April bei einer Pressekonferenz im Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung in Wien. Die anerkannte Hass im Netz-Beratungsstelle ZARA stand durch einen Förderstopp des bisher zuständigen Integrations- und Familienministerium kurz vor der Schließung.
Für das kommende Jahr ist die Finanzierung von rund 300.000 Euro durch das Medienministerium und das Frauenministerium zu jeweils 150.000 Euro sichergestellt.
Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler:
"Die Arbeit von ZARA ist unverzichtbar. Wir haben uns in der Regierung darauf verständigt Frauen und Mädchen vor Gewalt zu schützen und wer Frauenpolitik und Gewaltschutz ernst nimmt, der kann die Schließung solcher Organisationen nicht einfach hinnehmen"
Hass im Netz - Beratung und Hinweise
Seit acht Jahren bietet ZARA kostenlose Beratung für Betroffene von Hass im Netz, mit besonderer Kompetenz in den Bereichen Cybergewalt, Cybergewalt gegen Frauen und illegale Rede.
Der Verein ZARA hat besondere Sachkenntnis bei der Erkennung, Feststellung und Meldung rechtswidriger Inhalte und ist als vertrauenswürdiger Hinweisgeber (trusted flagger) zertifiziert. ZARA kann daher die Löschung problematischer Postings direkt bei den Plattformen einfordern.
Durch die systematische Dokumentation der Hass im Netz-Vorfälle trägt ZARA dazu bei, die dahinterliegenden Strukturen sichtbar machen.
Seit 2021 beauftragt das Justizministerium den Verein ZARA ganz gezielt mit der juristischen und psychologischen Unterstützung von Betroffenen.
Links zum Thema
- zara.or.at
Opferschutz gegen Rassismus, Diskriminierung und Hass - FAQ - Trusted Flagger
Die Regulierungsbehörde KommAustria beantwortet auf einer Sonderseite Fragen zum Thema.