Der Österreichische Beirat für Baukultur startet am 18. März 2026 in die vierte Funktionsperiode
Nach 17 Jahren intensiver Aufbauarbeit beginnt für den Österreichischen Beirat für Baukultur eine neue Phase. Mit der Bestellung von Katharina Bayer zur neuen Vorsitzenden durch Vizekanzler Andreas Babler startet der Beirat in seine vierte Funktionsperiode. Die Architektin Katharina Bayer verbindet Forschung, Praxis und Lehre und arbeitet unter anderem zu ökologischem Bauen, Bestandstransformation und kooperativer Stadtplanung. Zuvor stand der Beirat unter der Leitung von Bettina Götz (2009–2013) und Christian Kühn (2015–2025).
Im Zentrum der aktuellen Arbeit stehen Themen wie die Bedeutung des Gebäudebestands und seiner Erhaltung für ökologische und soziale Nachhaltigkeit sowie der leistbare Wohnbau. Mit Beginn der neuen Funktionsperiode am 18. März 2026 will der Beirat die Zusammenarbeit über institutionelle und politische Ebenen hinweg weiter stärken und damit einen wichtigen Beitrag leisten, um notwendige Veränderungen in der Bau- und Planungskultur Österreichs gemeinsam voranzubringen.
Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler: "Gute Baukultur entsteht nicht zufällig. Sie ist das Ergebnis von Zusammenarbeit, Verantwortung und einem gemeinsamen Blick in die Zukunft. Der Österreichische Beirat für Baukultur bildet dafür seit vielen Jahren eine zentrale, europaweit einzigartige Plattform. In seiner vierten Funktionsperiode wird er seine Rolle als Impulsgeber für eine qualitätsvolle Bau- und Planungskultur weiter stärken."
Österreichischer Beirat für Baukultur
Um den Baukultur-Dialog dauerhaft zu verankern, wurde 2008 der österreichische Beirat für Baukultur von der Bundesregierung per Verordnung des Bundeskanzlers eingerichtet. Seit seiner konstituierenden Sitzung am 6. März 2009 bringt er Vertreter:innen der Ressorts auf Bundesebene, der Länder und Gemeinden, nachgeordneter Dienststellen sowie unabhängige Expert:innen an einen Tisch. Die Geschäftsstelle des Beirats ist im Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) angesiedelt.
In dieser Form ist der Beirat für Baukultur europaweit einzigartig. Er verbindet politische Ebenen, Institutionen und Fachdisziplinen – und schafft damit genau jene Zusammenarbeit, die für das Querschnittsthema Baukultur entscheidend ist. Denn Fragen der Baukultur betreffen viele Zuständigkeiten gleichzeitig: von Raumplanung und Architektur über Klima- und Ressourcenschutz bis hin zu sozialer Infrastruktur und leistbarem Wohnraum.
Der Beirat berät die Bundesregierung in baukulturpolitischen Fragen, fördert den Austausch zwischen den Institutionen und entwickelt Impulse für bessere rechtliche und politische Rahmenbedingungen. Vor allem aber schafft er einen Ort, an dem unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt werden – eine Voraussetzung dafür, die gebaute Umwelt aktiv und verantwortungsvoll zu gestalten.