Wettbewerbsmanipulation Mit dem Play Fair Code hat das BMWKMS einen Expertenpartner im Kampf gegen Wettbewerbsmanipulation und für Integrität im Sport
Der Verein zur Wahrung der Integrität im Sport (VWIS), der nach außen hauptsächlich als Play Fair Code auftritt, wurde auf Initiative des Sportministeriums, des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) und der Österreichischen Fußball-Bundesliga (ÖFBL) im Jahr 2012 gegründet und institutionalisiert.
Ziel des Play Fair Code ist es, gemeinsam mit den österreichischen Spitzensportfachverbänden, den Athlet:innen, den Trainer:innen, den Betreuer:innen und Vereinsverantwortlichen durch Präventionsmaßnahmen, Bewusstseinsbildung, Schulungen und Aufklärung saubere und manipulationsfreie Wettbewerbe zu erreichen.
Über den Play Fair Code werden drei wesentliche Säulen abgedeckt:
- Prävention (Schulungen, Aufklärung und Bewusstseinsbildung)
- Monitoring
- Zentrale Melde- bzw. Ombudsstelle für Betroffene
Im Play Fair Code sind die gefährdetsten (weil mit marktrelevanten Volumina bewettbaren) Sportarten Fußball (ÖFB, ÖFBL), Eishockey (ÖEHV, ICE), Basketball (Basketball Austria), Ski (ÖSV), Handball (Handball Austria), Volleyball (ÖVV) sowie Tennis (ÖTV) und American Football (AFBÖ) vertreten. (Stand: 01.01.2026)
Im Präventionsbereich kommen maßgeschneiderte Schulungsprogramme für Athlet:innen, Schiedsrichter:innen, Vereins- und Verbandsfunktionär:innen sowie Jugend- und Nachwuchsathlet:innen zum Einsatz.
Seit 2012 konnten so bisher bei über 30.000 österreichischen und europäischen Athlet:innen, mit sportartenspezifischen Schulungsmodulen (Storytelling, tatsächliche Beispiele und Fälle, Videos etc.), nachhaltig und flächendeckend die Prävention vorangetrieben und Bewusstsein gegen Wettbewerbsmanipulation und für die Integrität im Sport geschärft werden.
Der Play Fair Code hat sich dadurch in der österreichischen Sportwelt als die zentrale Anlauf-, Beratungs- und Meldestelle für Athlet:innen, Trainer:innen, Betreuer:innen und sonstige Betroffene im Bereich Wettbewerbsmanipulation etabliert.
Die o.g. Sportarten werden durch das Österreichische Olympische Comité (ÖOC), das Österreichische Paralympische Committee (ÖPC), die Sport Austria – Österreichische Bundes-Sportorganisation, die Österreichischen Lotterien, den Österreichischen Sportwettenverband (OSWV) sowie die relevanten Wettanbieter als Mitglieder und Partner im Netzwerk des Play Fair Code komplettiert. (Stand: 01.01.2026)
Mit den bisherigen Aktivitäten konnte, gemeinsam mit allen Partnern, ein österreichischer nationaler Aktionsplan gegen Wettbewerbsmanipulation umgesetzt werden.
International ist der Play Fair Code gefragter Expertenpartner diverser Organisationen und Sportprogramme (UEFA, IOC, INTERPOL, IIHF, EHF, Erasmus+ Programme etc.).
Auf Delegation des BMWKMS vertrat der Play Fair Code Österreich zuletzt in der Group of Copenhagen, einem Gremium des Europarates, das als Netzwerk der Nationalen Plattformen im Sinne des Übereinkommens gegen Wettbewerbsmanipulation fungiert.
Für den Einsatz im Kampf gegen „Match-Fixing“ wurde der Play Fair Code mit dem European Fair Play Diploma 2014 ausgezeichnet. Die von win2day und dem ÖEHV unterstützte Kampagne #NoManipulation erhielt im November 2022 vom European Fair Play Movement das „Diploma of Recognition“.