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Baukultur-Kooperation unterzeichnet: Bund und Land Tirol stärken Zusammenarbeit

Vizekanzler Andreas Babler mit Landeshauptmann-Stellvertreter Philip Wohlgemuth
Vizekanzler und Wohnminister Andreas Babler und Landeshauptmann-Stellvertreter Philip Wohlgemuth mit unterzeichneter Baukultur-Kooperation zwischen Bund und Land Tirol.  Foto: Wurnig

Ortskerne stärken, Leerstände aktivieren und nachhaltiges, leistbares Wohnen fördern: Vizekanzler und Minister für Wohnen Andreas Babler und Landeshauptmann-Stellvertreter Philip Wohlgemuth unterzeichneten am 1. Juni 2026 im Landhaus in Innsbruck eine Kooperationsvereinbarung für eine verstärkte Zusammenarbeit von Bund und Land für mehr Baukultur in Städten und Gemeinden in Tirol.

Zusätzlich sollen bestehende Förderlücken geschlossen werden, neue Koordinationsstrukturen geschaffen und gemeinsame Planungs-, Kommunikations- und Fortbildungsmaßnahmen umgesetzt werden.

Vizekanzler und Wohnminister Andreas Babler

Baukultur ist weit mehr als Architektur – sie prägt unseren Alltag, unser Zusammenleben und die Lebensqualität in unseren Gemeinden und Städten. Gute Baukultur schafft leistbaren Wohnraum, stärkt Ortskerne, schützt Ressourcen und verbindet Nachhaltigkeit mit sozialer Verantwortung. Mit dieser Vereinbarung wollen wir die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern intensivieren, Förderungen verbessern und konkrete Impulse für eine zukunftsfitte Entwicklung unserer Gemeinden setzen. Unser Ziel ist klar: lebendige Ortszentren, weniger Leerstand und Räume, in denen Menschen gerne leben, arbeiten und zusammenkommen.

Fünf Maßnahmen zur Stärkung der Baukultur

Die Kooperationsübereinkunft definiert fünf Maßnahmen, die Bund und Land Tirol gemeinsam umsetzen möchten:

  • Bessere Koordination der Förderung: Bund und Land schließen Lücken in der Förderlandschaft. Fördermittel sollen gezielter für Bau-, Umbau-, Planungs- und Kommunikationsprojekte eingesetzt werden.
  • Einrichtung einer Koordinationsstelle: Neue Stellen im Bund und im Land Tirol sollen Maßnahmen besser abstimmen und gemeinsame Standards entwickeln.
  • Bewusstsein für Baukultur stärken: Planungs- und Kommunikationsmaßnahmen sollen die Bedeutung von Baukultur stärker in der Gesellschaft verankern. Bürger:innenbeteiligung soll künftig noch stärker berücksichtigt werden.
  • Qualitätsvolle Projekte stärker fördern: Unterstützt werden insbesondere Projekte zur Aufwertung öffentlicher Räume, zur Belebung von Sockelzonen, zur Aktivierung von Leerständen und zur Sanierung bestehender Gebäude. Auch Nachverdichtung und Entsiegelung stehen im Fokus.
  • Kompetenzen ausbauen: Zusätzliche Aus- und Weiterbildungsangebote sollen Fachwissen im Bereich Baukultur stärken –  für Politik, Verwaltung und Planung.