Österreichischer Museumspreis 2026 für Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim
Der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim wird mit dem Österreichischen Museumspreis 2026 ausgezeichnet – der höchsten Museums-Auszeichnung des Landes.
Das Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport (BMWKMS) würdigt damit die herausragende Leistungen im Bereich der Museumsarbeit. Dotiert ist der Österreichische Museumspreis mit 20.000 Euro.
Vizekanzler und Minister für Kunst und Kultur Andreas Babler
"Der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim ist seit seiner Gründung eine feste Konstante in der österreichischen Gedenkstätten- und Museumslandschaft. Einst war Schloss Hartheim ein zentraler Schauplatz des NS-Terrors. Heute steht das Schloss für Erinnerung, Lernen und Austausch. Die beeindruckende Transformation zu einer bedeutenden Forschungs-, Dokumentations- und Vermittlungsstätte zeigt, wie aus einem Ort des Unrechts ein Zentrum der Aufklärung, des Gedenkens und der Menschlichkeit werden kann."
Traditionell wird die Auszeichnung auf Empfehlung der Mitglieder des Museumsbeirats verliehen:
- Sibylle Dienesch
Graz Museum - Martin Hagmayr
Museum Arbeitswelt Steyr - Lisa Noggler-Gürtler
Wien Museum, Tiroler Landesmuseen - Ümit Mares-Altinok
kultur & gut, Wien Museum - Hannes Sulzenbacher
Jüdisches Museum Wien
Das Museum zeichnet sich in seiner Einzigartigkeit aus:
Das Museum ist ein Lernort im besten Sinne
Der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim ist ein Best-Practice-Beispiel dafür, wie es möglich ist, an einer Gedenkstätte für Gegenwart und Zukunft zu lernen. Sowohl in der Ausstellungsgestaltung als auch in den vielfältigen Vermittlungsprogrammen nehmen das Lernen aus der Geschichte und das Lernen für die Gegenwart gleichberechtigt Raum ein. (…)
Auch bei der Konzeption und Durchführung der Vermittlungsprogramme wird großer Wert daraufgelegt, einerseits die Geschichte der NS-Verbrechen zu vermitteln und andererseits zur Reflexion darüber anzuregen, wie mit Menschen mit Behinderungen vor, während und nach der NS-Zeit umgegangen wurde und wird.
Das Museum ist von österreichweiter Relevanz
(…) der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim ist aufgrund der Geschichte, seiner Themensetzung, seiner Ausrichtung und seiner Besucher:innenstruktur ein österreichisches Museum von nationaler Bedeutung. Da die Opfer der NS-"Euthanasie" aus ganz Österreich und den benachbarten Regionen stammten, finden Angehörige und Forscher:innen aus allen Bundesländern im Museum und in der dortigen Dokumentationsstelle gleichermaßen fachkundige und sensibel aufbereitete Informationen zu den Opfern. (…)
Das Museum leistet konstant exzellente Arbeit
Seit der Eröffnung im Jahr 2003 leisten die Mitarbeiter:innen des Lern- und Gedenkorts in Leitung, Administration, Dokumentationsstelle und Kulturvermittlung dauerhaft exzellente Arbeit auf hohem Niveau – geprägt von großer fachlicher Expertise und sozialer Kompetenz.
Unter der umsichtigen Leitung von Florian Schwanninger und Irene Zauner-Leitner konnten in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte umgesetzt werden, die weniger als kurzfristige Leuchtturmprojekte, sondern vielmehr als nachhaltige und dauerhafte Entwicklungen zu verstehen sind. (…)