ORF-Zukunftsforum – Ergebnisse und Dank an alle Teilnehmer:innen
Das vom Medienminister und Vizekanzler Andreas Babler initiierte ORF-Zukunftsforum zur Weiterentwicklung des ORF ging am 11.09.2026 unter dem Motto "Offen. Relevant. Für alle." in seinen zweiten und letzten Tag.
Der zweite Tag startete vor rund 200 Teilnehmer:innen mit einer Keynote von Susanne Wille, Generaldirektorin der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG). Die Medienmanagerin gab Einblicke in die Erfahrungen der SRG, die sich in den vergangenen Jahren mit politischen Kampagnen gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk konfrontiert sah. Sie betonte dabei insbesondere die Bedeutung des Dialogs mit dem Publikum: Öffentlich-rechtliche Medien müssten vermitteln, wofür sie stehen, welchen gesellschaftlichen Auftrag sie erfüllen und welchen Wert sie für eine demokratische Gesellschaft haben.
Danach führten die Teilnehmer:innen die bereits am Vortag begonnenen Diskussionen und Gespräche in den fünf Arbeitsgruppen fort und präsentierten diese: Ergebnisse der Arbeitsgruppen (PDF, 293 KB).
Medienminister und Vizekanzler Andreas Babler:
"Wir haben in den vergangenen zwei Tagen viele konkrete Vorschläge aus den Arbeitsgruppen gehört: Der ORF muss etwa von seinen digitalen Fesseln befreit werden, er braucht mehr Formate für junge Menschen, Veränderungen in den Gremien und eine stärkere Zusammenarbeit mit privaten Medienhäusern".
Zugleich betonte Babler die Rolle des ORF als "einen der wichtigsten Partner unserer Kreativwirtschaft, unserer Künstler:innen und unseres Sports". Der öffentlich-rechtliche Rundfunk schaffe etwa wichtige Sichtbarkeit für den österreichischen Film, die heimische Musik sowie für Österreichs Athlet:innen.
Abschließend bedankte sich Vizekanzler und Medienminister Babler bei den Teilnehmer:innen, Organisator:innen und Redner:innen: "Mein großer Dank gilt allen, die diese zwei Tage möglich gemacht haben: bei den internationalen Gästen, die uns wichtige Einblicke, Wissen und Erfahrungen geliefert haben und bei jenen, die so intensiv und beherzt diskutiert haben. Ich bin froh, dass Sie diesen Raum für mutige Gedanken genutzt haben und bin überzeugt, dass ein so offener Prozess am Ende zu besseren Entscheidungen führt. Vor allem aber danke ich für die Bereitschaft, gemeinsam an der Zukunft einer Institution zu arbeiten, die uns allen gehört. Das Zukunftsforum endet zwar, aber die Arbeit an der ORF-Reform geht nun in die nächste Phase."
Den Hauptvortrag "Zur Rolle öffentlich-rechtlicher Medien im digitalen Umfeld" hielt die Inhaberin des Lehrstuhls für Journalistik an der KU Eichstätt-Ingolstadt Annika Sehl bevor sich die Teilnehmer:innen in die fünf thematischen Arbeitsgruppen ("Öffentlich-rechtlicher Auftrag und Programm", "Jugend und Medienkompetenz", "Digitalisierung, Plattformen und Künstliche Intelligenz", "Strukturen, Governance und Repräsentanz des Publikums", "Kooperationen und Medienstandort Österreich") zurückzogen.
Matthias Rohrer, Geschäftsführer Das Zielgruppen Büro, präsentierte die Ergebnisse aus Online-Konsultation, Fokusgruppen und Jugend-Workshop.
Den Abschluss des ersten Tages bildete eine Diskussionsrunde mit Anna Buchegger, Marina Lacković alias Malarina, Ralf Rangnick, Jakob Schubert, Anna Weidenholzer, die Perspektiven aus Unterhaltung, Kunst, Kultur und Sport abbilden soll.