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15. -16. Oktober - Internationale Kulturkonferenz zur Ukraine: Von der Nothilfe zur nachhaltigen Zusammenarbeit

Networks of Cooperation: Sustainable Structures for Ukrainian Cultural Actors in Europe and Beyond
Internationale Konferenz zur Ukraine  am 15. und 16. Oktober im Kunsthaus Graz -  "Networks of Cooperation: Sustainable Structures for Ukrainian Cultural Actors in Europe and Beyond" -  Foto: Andreas Wesle / Anastasiia Ivanenko

Seit dem groß angelegten russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 beweist die ukrainische Kunst- und Kulturszene unglaubliche Resilienz. Kulturinstitutionen und Initiativen in ganz Europa haben mit Residenzen, Gastprogrammen, Förderungen und institutioneller Unterstützung auf die Kriegssituation reagiert.

Vier Jahre später stellt sich zunehmend die Frage, wie aus diesen vielfach kurzfristigen Hilfsmaßnahmen dauerhafte Strukturen werden können. Genau hier setzt die zweitägige Konferenz zur ukrainischen Kunst- und Kulturszene an.

Vizekanzler und Kulturminister Andreas Babler:

"Im Kontext von Zerstörung, Vertreibung und Diaspora sind Solidarität und starke internationale Netzwerke wichtiger denn je. Es ist uns ein Anliegen, beim Wiederaufbau der Ukraine Kunst und Kultur von Beginn an mitzudenken und stabile, nachhaltige Kooperationsstrukturen aufzubauen."

Bilanz und kritische Untersuchung von Fördersystemen

Die Konferenz richtet den Blick bewusst über die unmittelbare Krisenhilfe hinaus. Sie bringt Künstler:innen und  Fachleute zusammen, Kulturinstitutionen, Förderstellen und politische Entscheidungsträger:innen aus der Ukraine, Österreich und anderen europäischen Ländern.

Die Konferenz will Bilanz über bisherige Hilfsprogramme ziehen und zentrale strukturelle Fragen stellen. Dabei sollen auch bestehende Ungleichgewichte und Hierarchien in europäischen Fördersystemen kritisch untersucht werden.

  • Wie können aus der seit 2022 geleisteten Soforthilfe für die Ukraine langfristige Formen kultureller Zusammenarbeit entstehen?
  • Welche Rolle können Kulturinstitutionen beim Aufbau neuer, grenzüberschreitender Formen von Solidarität und Zusammenarbeit spielen?
  • Und wie kann Kunst und Kultur bereits heute in Strukturen eingebunden werden, die für die Zukunft und den Wiederaufbau der Ukraine entscheidend sein werden?

Veranstaltet wird die Kultur-Konferenz von Office Ukraine (Wien/tranzit.at und Graz/rotor), dem BMWKMS und Creative Europe Desk Austria in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Graz, dem Creative Europe Desk Ukraine und dem Institut für die Wissenschaften vom Menschen.