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Baukultur Förderung

Das BMWKMS unterstützt Baukultur Projekte mit langfristiger Wirkung in den Bereichen: Ortskernstärkung, Bodenschutz, Innenentwicklung vor Außenentwicklung, Sanierung von Bestand, Vermeidung von Leerstand, Koordination von Förderungen und die Kooperation mit Ländern und Gemeinden.

  • All diese Bereiche sind wesentliche Bausteine am Weg zu qualitätsvollem und leistbarem Wohnen.
  • Die konsequente Nutzung und Weiterentwicklung bestehender Gebäude und Infrastrukturen trägt dazu bei, Bodenverbrauch zu reduzieren.
  • Eine frühzeitige, effiziente, qualitätsvolle Projektvorbereitung und abgestimmte Planungs- und Entscheidungsprozesse helfen, kostenintensive Mehrfachplanungen, Fehlentwicklungen, Planungsänderungen und Verzögerungen im späteren Projektverlauf zu vermeiden.

2. Fördercall Baukultur

Einreichungung  bis 2. November 2026

Pilot-Fördercall

Im September 2025 wurde ein einmaliger Pilot-Förder-Call durchgeführt. Unterstützt wurden konkrete Projekte und prozessorientierte Maßnahmen, die langfristig Wirkung entfalten.

  • Vorbereitungsschritte ("Phase 0") wie Standort- und Bedarfsanalysen oder Machbarkeitsstudien
  • Beteiligungsprozesse, die Bürger:innen aktiv einbeziehen
  • Architekturwettbewerbe
  • Arbeit von Planungs- und Gestaltungsbeiräten
  • baukulturelle Lehrgänge, die Kompetenzen in Gemeinden, Verwaltung und Planung ausbauen (z. B. Regionalentwicklung, Ortskernstärkung, Leerstandsaktivierung)

Bedarf an Maßnahmen

Der hohe Anteil der Einreichungen aus ländlichen Regionen und privater Träger zeigt den konkreten Bedarf an qualitätssichernden Instrumenten vor der eigentlichen Bauphase.

  • 89 Einreichungen, davon 53 formal korrekte Anträge, davon 27 Zusagen:
    19 Prozessplanungen, 8 Lehrgänge
  • 95 % der Einreichungen mit Fokus auf Ortskernstärkung und Innenentwicklung
  • Mehrheit der Einreichungen mit Bestandsnutzung, teils denkmalgeschützt
  • Rund die Hälfte der Einreichungen mit Wohn- oder Bildungsbezug
  • Antragsteller:innen: Städte (7), Gemeinden (17), Vereine (3), juristische Personen (14), natürliche Personen (1) aus allen Bundesländern

Unterstützung in frühen Phasen der Projektentwicklung

Die geplante Baukultur-Förderschiene soll gezielt in frühen Phasen der Projektentwicklung ansetzen und qualitätssichernde Intstrumente unterstützen. Damit werden belastbare Entscheidungsgrundlagen geschaffen und spätere Fehlentwicklungen vermieden. Hilfreiche Instrumente sind:

  • Phase-0-Prozesse
  • integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzepte
  • Beteiligungsprozesse
  • Wettbewerbe
  • Planungs- und Gestaltungsbeiräte
  • baukulturelle Bildungsangebote

Zielgruppen Zusammenarbeit mit Ländern und Gemeinden

Die Förderschiene richtet sich an Private, Unternehmen, Gemeinden und weitere Projektträger:innen und ergänzt bestehende Landes- und Bundesprogramme: Sie schließt die Lücke zwischen Strategie/Konzept/Planung und späterer Umsetzung.

Abwicklung der Förderung

Die Abwicklung der Förderung (durch die Abteilung IV/B/4) erfolgt im Rahmen der Privatwirtschaftsverwaltung, durchgeführt auf Basis der ARR 2014. Sie greift nicht in Landes- oder Gemeindekompetenzen ein. Kooperationen mit anderen Förderstellen im Bund als auch in den Bundesländern sollen dabei dezidiert angestrebt und Synergien genutzt werden.